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Radiojodtherapie

Auf Grund meiner eigenen Erfahrungen und der fehlenden Informationen über wichtige Details, möchte ich ihnen als Betroffene/n mehr über den Aufenthalt bei einer stationären Radiojodtherapie erzählen und ihnen eventuelle Bedenken und/oder Ängste nehmen.

(Meine Erfahrungen habe ich in der Medizinischen Hochschule Hannover gemacht.)

1. Das Krankenhauszimmer: Es gleicht einem normalen Zimmer im Krankenhaus. Das die Wände aus Blei sind, sieht man nicht und die auffallende ca. 1Meter hohe Wand im Raum, ebenfalls aus Blei, die die Ärzte nutzen, um sich dahinter gegen die Strahlen zu schützen, stört auch nicht. Außerdem ist ein großes Fenster vorhanden, was man zwar nicht öffnen darf, welches das Wohnen in dem Zimmer aber trotzdem schöner macht.

Nehmen sie sich persönliche Dinge wie Fotos etc. mit, die Einrichtung ist sehr kahl.

Für negativ habe ich die Lüftung an der Decke empfunden, die recht laut und kalt ist, bringen sie sich eine Wolldecke oder Ähnliches mit.

2. Kommunikation und Besuch: Im Normalfall haben sie einen Fernseher und ein Telefon (auf Wunsch auch Internetverbindung) im Zimmer. Handybenutzung ist erlaubt.

So bald sie die Kapsel eingenommen haben, dürfen sie nicht aus dem Zimmer (außer zur täglichen Messung) austreten und auch keinen Besuch empfangen, bis sie unter dem Grenzwert liegen.

 

3. Hygiene: Waschbecken ist im Zimmer vorhanden, Toilette in einem separaten kleinen Bad, jedoch keine Dusche, da die Wassermenge zu groß ist, um sie aufzufangen. Dies muss geschehen, da die radioaktiven Stoffe nicht in das normale Abwasser gelangen dürfen. Das Abwasser, was durch die Waschbecken benutzt wurde, wird mit einer speziellen Flüssigkeit desinfiziert und für die 

Spülung der Toiletten wieder verwendet. Dadurch entsteht leider ein unangenehmer Geruch, der allerdings auszuhalten ist, wenn man Toilettendeckel und Tür geschlossen hält.

4. Essen und Trinken: Essen und Trinken gibt es wie in jedem anderen Krankenhaus auch. Dazu bekommen sie Zitronenstücke und Kaugummi, die sie lutschen/kauen müssen, da bei der Behandlung die Speicheldrüsenfunktion gestört werden kann und sie dadurch angeregt wird und Schäden vermieden werden. Ebenfalls müssen sie viel trinken, denn wer viel trinkt, scheidet die radioaktiven Stoffe auch schneller aus.

5. Extras: Mitnehmen sollten sie: Fotos und persönliche Gegenstände, Decke, evtl. Kissen (macht es gemütlicher), Lesematerial, Musik, Laptop, Schreibmaterial (schreiben sie doch ein kleines Tagebuch in der Zeit), saure Bonbons, eigene Getränke, falls sie etwas anderes als Wasser und/oder Apfelsaft trinken möchten, Hausschuhe, gemütliche Kleidung.

 

 


Falls sie noch Fragen oder Anregungen haben, kontaktieren sie mich: MonaVirchow@gmx.de

 

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