Tumortherapie mit Gleichstrom -
 Eine Therapie auf dem Weg zur Anerkennung!

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Tumortherapien
Es gibt heute mehrere Möglichkeiten, entartetes Gewebe zu zerstören. Etabliert sind Operation, Bestrahlung und Chemotherapie. 
Neuere Verfahren sind Hyperthermie, Laser, Kältechirurgie und BET (Bio-Elektro-Therapie), auch ECT (Electro Cancer Therapy), PET (Perkutane Elektro-Tumortherapie) oder Galvanotherapie genannt.

BET/ECT
Bei der BET/ECT versucht man, die Tumorzellen nicht operativ, sondern nicht-invasiv mittels Gleichstrom abzutöten. Stark vereinfacht ausgedrückt, funktioniert die Tumorbekämpfung per elektrischem Strom folgendermaßen: legt man an einen Tumor mittels zweier Elektroden einen Strom an, so fließt dieser (nach dem Prinzip des geringsten Widerstands) eher durch die Tumorzellen als durch das gesunde Gewebe. So wandern positiv geladene Ionen wie H+ und Na+ zur Kathode und negativ geladene Ionen wie Cl- zur Anode. Durch diese Depolarisation entsteht innerhalb der Krebszelle Salzsäure, welche die Zellmembran zerstört. Werden Stromstärke und -Spannung entsprechend hoch gewählt (maximal 35V/75mA), so ergeben sich dadurch in den betroffenen Zellen PH-Werte, die weit außerhalb des physiologischen Bereichs liegen.

 
 

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Das Resultat: 
Das Tumorgewebe wird zerstört, ohne daß umliegende gesunde Körperzellen in Mitleidenschaft gezogen werden. Das solchermaßen steril abgestorbene Gewebe (man spricht hier, wie auch bei Hochspannungsverletzungen, von einer "aseptischen Nekrose") löst sich in den folgenden Wochen langsam vom gesunden Gewebe ab und wird entweder abgestoßen (bei an der Oberfläche liegenden Tumoren) oder von körpereigenen Fresszellen (Phagozyten) verstoffwechselt. Seit einiger Zeit nun verwendet man nicht nur Nadelelektroden, sondern zur Behandlung von inneren Organen auch Flachelektroden, die auf Bauch und Rücken aufgelegt werden können. Eines der Anwendungsgebiete für die BET/ECT ist daher inzwischen z.B. auch die Bekämpfung von Prostatakrebs, um dem Patienten die Operation zu ersparen. Besonders bei einem noch sehr kleinen Tumor, der nicht mit Beschwerden einhergeht, haben Patienten oft Probleme sich für die große Operation zu entscheiden. Die BET/ECT kann hier auf schonende Art und Weise helfen, unnötig große Eingriffe zu vermeiden.

Die zwischen den Elektroden beim galvanischen Strom entstehende Spannung führt zu einer fast selektiven Destruktion von Tumorgewebe. Sie stellt eine neue Möglichkeit dar, auf schonende Weise Tumorgewebe zu zerstören.
Der Gleichstrom, der zwischen zwei oder mehreren Elektroden fließt, führt zu einer Gewebezerstörung mittels Elektrolyse. Durch die Ionenwanderung kommt es zu einer erheblichen pH-Verschiebung im Gewebe. Es entsteht an der Anode ein saurer pH oder eine Acidose, an der Kathode ein alkalischer pH oder Alkalose. Die erreichten pH-Werte liegen weit außerhalb des physiologischen Bereiches und sind somit gewebeschädigend. Der Gleichstrom führt ebenfalls zu einer Änderung der Membran-potentiale durch Veränderung des Elektrolytmilieus rund um die Zelle und in der Zelle. Hierdurch werden wichtige physiologische Funktionen, wie z.B. die Natrium-Kalium-Pumpe aufs Empfindlichste gestört. Im elektrischen Feld dissoziieren diverse Salze in Kationen und Anionen, so daß die Homöostase der Zelle aufgehoben wird. Im Gewebe kommt es an der Kathode zu einer Gefäßerweiterung, an der Anode zu einer Austrocknung, Schmerzlinderung und Entzündungshemmung. Dadurch wird Tumorgewebe devitalisiert. Die elektrische Devitalisierung ist keine übliche elektrische Verletzung. Sie ist fast immer schmerzfrei und sie stört nicht das Allgemeinbefinden. Eine Abstoßung der elektrisch induzierten Nekrose findet erst nach Wochen statt. Die Substanzverluste entsprechen größenmäßig der ursprünglichen Ausbreitung des Tumorgewebes.

Die BET/ECT-Behandlung ist geeignet für oberflächliche und auch tiefer gelegene solide Tumoren oder Metastasen. Je nach Größe des Tumors sind unterschiedlich viele Elektroden erforderlich. Die Stromübertragung in das Gewebe erfolgt durch Platinelektroden. Die Therapie kann meist in Lokalanästhesie durchgeführt werden, da durch den niedrigen Gleichstrom Schmerzrezeptoren depolarisiert werden und durch die auftretenden Säuren und Laugen die Leitfähigkeit der sensiblen Nerven gelähmt wird.

Mit der BET/ECT wird auch ein aktiv spezifisches Immunphänomen ausgelöst, denn durch den galvanischen Strom werden Tumorantigene frei und den durch den Strom angelockten Immunzellen präsentiert. Durch die Gewebszerstörung werden Zytokine freigesetzt, was zu einer erhöhten Erkennung von Tumorantigenen führt und die spezifischen Immunleistungen des Tumorträgers fördert. Bei tiefer gelegenen Tumoren werden die Elektroden unter Sichtkontrolle mittels Ultraschall eingesetzt. Die BET/ECT kann zusätzlich mit anionischen Zytostatika wie Adriblastin, Epirubicin, Cisplatin, Mitomycin kombiniert werden. Diese werden an der Anode infiltriert. Die BET/ECT lässt sich kombinieren mit Chemotherapie, Bestrahlung, Hyperthermie, Immun- und anderen biologischen Therapien.

Durch die Pionierarbeit von Dr. Rudolf Pekar aus Bad Ischl, der seit Anfang der siebziger Jahre die Methodik der Galvano-Methode verfeinerte und durch die Veröffentlichung seiner Erfahrungen, sowie schwedische, österreichische und US-amerikanische Forschungsarbeiten ist man heute in der Lage, eine Tumortherapie mit galvanischen Strömen erfolgreich durchzuführen.

Zur Zeit wird die Electro-Cancer-Therapy in Deutschland, Österreich, Dänemark, Italien und China mit Erfolg angewendet. Deutliche Erfolge zeichnen sich hier bereits ab. Hervorzuheben ist, daß bei der perkutanen Elektro-Tumortherapie die Gefahr der Metastasenneubildung praktisch ausgeschlossen werden kann, da einer solchen präventiv entgegengewirkt wird. Es handelt sich hier um komplexe elektrische Abläufe im Stoffwechsel des Organismus, bzw. der Zellen, mit starker Wirkung auf bioelektrische Felder. 

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